
Bitwarden vs. NordPass: Bei diesem Vergleich kommt es vor allem auf zwei Fragen an: Wie großzügig ist der kostenlose Tarif, und wie einfach lassen sich die Apps bedienen? Beide Passwort-Manager speichern deine Zugangsdaten in einem verschlüsselten Tresor und füllen sie automatisch aus. Bitwarden ist die bessere kostenlose Wahl und bietet insgesamt das stärkere Preis-Leistungs-Verhältnis. NordPass kann dagegen für Einsteiger interessanter sein, die eine besonders benutzerfreundliche Oberfläche bevorzugen. Hier erfährst du, wie die beiden im direkten Vergleich abschneiden.
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Table of Contents
Bitwarden vs. NordPass im Überblick
| Funktion | Bitwarden | NordPass |
|---|---|---|
| Geräte im Gratis-Tarif | Unbegrenzt, gleichzeitig nutzbar | Unbegrenzt installierbar, nur eine aktive Sitzung |
| Teilen im Gratis-Tarif | Mit einer weiteren Person | Eigenes Teilen nur mit Premium |
| Premium-Preis | 1,65 US-Dollar/Monat (19,80 US-Dollar/Jahr) | Aktionspreis beim Kauf ersichtlich |
| Familientarif | 6 Nutzer, 3,99 US-Dollar/Monat (47,88 US-Dollar/Jahr) | 6 Nutzer, Preis beim Kauf ersichtlich |
| Passwortsicherheit | Erweiterte Sicherheitsberichte mit Premium | Password Health und Data Breach Scanner mit Premium |
| E-Mail-Aliasse | Über Integrationen von Drittanbietern | Integriertes Email Masking mit Premium |
| Open Source / Self-Hosting | Ja / Ja | Nein / Nein |
| Verschlüsselung | AES-256 | XChaCha20 |
Zuletzt geprüft: 13. Oktober 2026. Preise und Funktionen können sich ändern. Aktuelle Informationen findest du auf den offiziellen Websites der Anbieter.
Im Alltag zeigt sich der größte Unterschied zwischen den beiden beim kostenlosen Tarif.
Kostenloser Tarif: der größte Unterschied
Mit Bitwarden Free speicherst du unbegrenzt viele Passwörter auf beliebig vielen Geräten – ob im Browser, auf dem Smartphone oder am Computer. Du kannst auf mehreren Geräten gleichzeitig angemeldet bleiben und Tresoreinträge über eine kostenlose Organisation sicher mit einer weiteren Person teilen.
Auch NordPass Free lässt sich auf beliebig vielen Geräten installieren. Allerdings kann immer nur auf einem Gerät eine aktive Sitzung bestehen. Password Health, der Data Breach Scanner und das Teilen eigener Einträge setzen Premium voraus.
Beispiel: Nutzt du ein Smartphone und einen Laptop, wirst du bei NordPass Free auf dem einen Gerät abgemeldet, sobald du dich auf dem anderen anmeldest. Mit Bitwarden Free kannst du auf beiden Geräten angemeldet bleiben.
NordPass erläutert diese Einschränkungen in seinem offiziellen Vergleich der kostenlosen und kostenpflichtigen Version.
Du möchtest dir weitere Alternativen ansehen? Dann wirf einen Blick in unseren Ratgeber zu den besten kostenlosen Passwort-Managern für Einsteiger.
Preise und kostenpflichtige Tarife
Bitwarden Premium kostet 1,65 US-Dollar pro Monat und wird jährlich mit 19,80 US-Dollar abgerechnet. Der Families-Tarif kostet 3,99 US-Dollar pro Monat für bis zu sechs Nutzer, also 47,88 US-Dollar pro Jahr. Dabei handelt es sich um die regulär veröffentlichten Preise bei jährlicher Zahlung, gegebenenfalls zuzüglich Steuern.
NordPass bietet Abonnements für Privatnutzer mit Laufzeiten von einem oder zwei Jahren an. Aktionspreise können die erste Laufzeit günstiger machen, bei der Verlängerung kann der Preis jedoch höher ausfallen. Prüfe deshalb vor dem Abschluss sowohl den Aktionspreis als auch die Verlängerungskosten.
Was Premium zusätzlich bietet:
- Bitwarden: einen integrierten Authenticator für Bestätigungscodes, 5 GB verschlüsselten Speicher für Dateianhänge, Notfallzugriff und Sicherheitsberichte für deinen Tresor.
- NordPass: Password Health, Data Breach Scanner, Email Masking, Dateianhänge, Notfallzugriff und sicheres Teilen.
Schon Bitwarden Free unterstützt die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), um deinen Tresor zusätzlich zu schützen. Auch die separate App Bitwarden Authenticator ist kostenlos. Mit Premium kannst du Bestätigungscodes außerdem direkt im Passwort-Manager erzeugen.
Beide Anbieter bieten eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie für berechtigte Käufe gemäß ihren jeweiligen Bedingungen. Bei NordPass gilt diese für den Erstkauf eines Abos, nicht für reguläre Verlängerungen.
Die aktuellen Funktionen und Preise von Bitwarden kannst du auf der offiziellen deutschen Preisseite überprüfen.
Sicherheit und Datenschutz
Beide Passwort-Manager setzen auf Zero-Knowledge-Verschlüsselung. Das bedeutet: Die Inhalte deines Tresors werden auf deinem Gerät verschlüsselt und sind für den Anbieter im Normalbetrieb nicht lesbar.
Bitwarden verwendet AES-256, NordPass dagegen XChaCha20. Beide Verschlüsselungsverfahren gelten als sehr sicher. Für die alltägliche Passwortverwaltung hat keines allein aufgrund des Algorithmus einen klaren Vorteil.
Beide Dienste wurden unabhängig auf ihre Sicherheit geprüft. NordPass hat sich unter anderem Audits durch Cure53 unterzogen, während Bitwarden Prüfberichte mehrerer unabhängiger Sicherheitsunternehmen veröffentlicht.
Der größte Unterschied liegt in der Transparenz. Bitwarden ist Open Source, sodass der Quellcode öffentlich eingesehen und überprüft werden kann. Außerdem unterstützt Bitwarden Self-Hosting, also den Betrieb auf einem eigenen Server. NordPass ist dagegen Closed Source und nutzt Cloud-Hosting.
Beide bieten eine solide Sicherheitsgrundlage. Ganz gleich, für welchen Dienst du dich entscheidest: Verwende ein starkes, einzigartiges Master-Passwort und aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Starke Passwörter kannst du mit dem kostenlosen Passwort-Generator von ByteTony erstellen. Das Tool erzeugt zufällige Passwörter direkt in deinem Browser.
Benutzerfreundlichkeit
NordPass bietet eine aufgeräumte, moderne Oberfläche, mit der sich manche Einsteiger leichter zurechtfinden. Bitwarden wirkt etwas nüchterner und technischer. Die wichtigsten Alltagsfunktionen sind jedoch einfach zu bedienen, sobald du dich mit der App vertraut gemacht hast.
Beide unterstützen gängige Browser und Betriebssysteme, darunter Windows, macOS, Linux, Android und iOS.
Für die meisten Nutzer hängt die Entscheidung daher weniger von der Gerätekompatibilität als von den persönlichen Vorlieben bei der Bedienung ab.
Stört dich eine etwas technischere Oberfläche nicht, ist Bitwarden eine ausgezeichnete Wahl. Legst du dagegen besonders viel Wert auf eine übersichtliche Gestaltung, lohnt sich ein Blick auf NordPass.
Meine Empfehlung
Insgesamt empfehle ich Bitwarden – vor allem Einsteigern, die einen kostenlosen Passwort-Manager auf mehreren Geräten nutzen möchten, ohne dafür bezahlen zu müssen.
Der großzügige Gratis-Tarif, die transparente Preisgestaltung, der offene Quellcode und das günstige Premium-Abo machen Bitwarden zu einer praktischen langfristigen Lösung.
Entscheide dich für NordPass, wenn:
- du eine modernere, einsteigerfreundliche Oberfläche bevorzugst.
- du mit Premium integriertes Email Masking und eine Überwachung auf Datenlecks nutzen möchtest.
- du bereits andere Nord-Produkte verwendest und ein passendes Paket findest, das NordPass enthält.
Beide Dienste unterstützen den Import von Passwörtern aus Browsern und anderen Passwort-Managern. Ein späterer Wechsel ist daher in der Regel möglich. Beachte allerdings, dass exportierte CSV-Dateien deine Passwörter unverschlüsselt enthalten können. Lösche diese Dateien sicher, sobald du überprüft hast, dass alle Zugangsdaten korrekt übertragen wurden.
Fazit
Für die meisten Einsteiger ist Bitwarden Free der bessere Ausgangspunkt. Du bekommst unbegrenzt viele Passwörter, kannst beliebig viele Geräte gleichzeitig nutzen und erhältst praktische Funktionen zum Teilen – ganz ohne kostenpflichtiges Abo.
Sind dir eine besonders übersichtliche Oberfläche und integrierte Sicherheitsfunktionen im Premium-Tarif wichtiger, ist NordPass eine lohnende Alternative. Für berechtigte Privatkunden-Abos gilt beim Erstkauf eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie.
Letztlich hängt die Entscheidung bei Bitwarden vs. NordPass davon ab, was dir wichtiger ist: Bitwarden für kostenlose Funktionen und Flexibilität oder NordPass für ein besonders komfortables Nutzungserlebnis.
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