
Microsoft Copilot für Anfänger ist ein guter Einstieg, wenn du den KI-Assistenten von Microsoft zum ersten Mal ausprobieren möchtest. In der kostenlosen Version kannst du damit chatten, Texte schreiben, Antworten aus dem Web abrufen und Bilder erstellen. In diesem Einsteiger-Guide erfährst du, wo du Microsoft Copilot nutzen kannst, was die Gratisversion bietet, wie du deine ersten Prompts formulierst und worauf du achten solltest.
Ein Konto brauchst du für den Start nicht. Meldest du dich jedoch mit einem privaten Microsoft-Konto an, schaltest du zusätzliche Funktionen frei, etwa einen Chatverlauf, die Bilderstellung, längere Unterhaltungen und Sprachinteraktionen (Stand: September 2026).
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Table of Contents
Wo du Microsoft Copilot nutzen kannst (und was kostenlos ist)
Copilot steht dir auf mehreren Plattformen zur Verfügung (Stand: September 2026):
- Web: copilot.microsoft.com
- Desktop: Apps für Windows und Mac
- Mobil: Apps für iOS und Android
- Browser: die Copilot-Seitenleiste in Microsoft Edge
Die Grundversion ist kostenlos. Mit einem kostenlosen Microsoft-Konto kommen Funktionen wie ein gespeicherter Verlauf, längere Unterhaltungen, die Bilderstellung und Sprachinteraktionen hinzu.
Kostenpflichtige Microsoft-365-Abos bieten höhere Nutzungslimits für Copilot und ermöglichen den Einsatz direkt in Anwendungen wie Word, Excel und Outlook.
| Funktion | Copilot (kostenlos) | Microsoft 365 Single | Microsoft 365 Premium |
|---|---|---|---|
| Chat und Antworten aus dem Web | Ja; mit Anmeldung inklusive Verlauf und längerer Chats | Höhere Nutzung als kostenlos | Umfangreiche Nutzung |
| Bilderstellung | Ja, im Rahmen der Nutzungslimits | Höhere Nutzungslimits | Umfangreiche Nutzung |
| Copilot in Word, Excel, Outlook | Nein | Ja | Ja |
| Preis (Deutschland) | 0 € | 10 €/Monat oder 99 €/Jahr | 22 €/Monat oder 219 €/Jahr |
(Stand: September 2026)
Preise und Nutzungslimits können sich ändern. Wirf daher vor dem Abschluss eines Abos am besten einen Blick auf die offizielle Microsoft-Website.
Derzeit bietet Microsoft für berechtigte Microsoft-365-Abos einen kostenlosen Testmonat an. Wichtig zu wissen: Der kostenlose Copilot ist nicht dasselbe wie Microsoft 365 Copilot für Unternehmen. Letzteres können Organisationen separat für ihre Mitarbeitenden lizenzieren.
Microsoft Copilot für Anfänger: deine ersten Prompts
- Öffne Copilot und melde dich an.
- Wähle einen Modus, falls dir Optionen angezeigt werden. Copilot bietet unter anderem Modi wie Schnelle Antwort, Tiefer denken, Smart, Studieren und lernen sowie Suche. Welche davon verfügbar sind, kann von deinem Konto und der verwendeten Plattform abhängen.
- Gib einen Prompt ein und verfeinere ihn anschließend. Stell nach jeder Antwort Folgefragen im selben Chat, statt jedes Mal von vorn zu beginnen.
Ein guter Prompt für Einsteiger besteht meist aus vier Bausteinen: Aufgabe + Kontext + Format + Tonfall.
Vorher: „Schreib etwas über Cold Brew.“
Nachher: „Schreib eine Instagram-Bildunterschrift für ein kleines Café, das an diesem Wochenende einen neuen Cold Brew einführt. Maximal 50 Wörter, zwei Hashtags, freundlich und locker im Ton.“
Richtig nützlich wird Copilot bei den Folgeanweisungen. Mit kurzen Nachrichten wie „mach es kürzer“, „formuliere es lockerer“ oder „gib mir drei Vorschläge für den Titel“ verbesserst du das Ergebnis, ohne den gesamten Prompt neu schreiben zu müssen.
Dieses Vorgehen funktioniert auch bei anderen KI-Assistenten. Wenn du Claude ausprobieren möchtest, findest du in unserem Einsteiger-Guide zur Nutzung von Claude AI eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Wofür Einsteiger Copilot wirklich nutzen können
- Entwürfe erstellen: Gliederungen, E-Mails, Social-Media-Beiträge und erste Textentwürfe.
- Umformulieren oder zusammenfassen: Füge einen Text ein und lass ihn von Copilot kürzen, vereinfachen oder verbessern.
- Im Web recherchieren: Erhalte aktuelle Antworten mit Quellenlinks, die du selbst überprüfen kannst.
- Bilder aus Text erzeugen: Melde dich an und beschreibe das gewünschte Bild. Für kostenlose Konten gelten Nutzungs- und Kapazitätsgrenzen.
- Webseiten zusammenfassen: Copilot in Edge kann dir helfen, die gerade geöffnete Seite zusammenzufassen.
Wenn es dir vor allem ums Schreiben geht, findest du weitere Alternativen in unserem Überblick über die besten kostenlosen KI-Schreibtools für Einsteiger.
Möchtest du in erster Linie Bilder erstellen, hilft dir unsere Anleitung zum Thema KI-Bilder kostenlos erstellen.
Grenzen, die du kennen solltest, bevor du dich darauf verlässt
- Genauigkeit: Copilot kann nach wie vor falsche Informationen liefern. Prüfe wichtige Aussagen und öffne die angegebenen Quellen, bevor du Inhalte mit Faktenbezug veröffentlichst.
- Datenschutz: Gib keine Passwörter, vertraulichen Kundendaten oder anderen sensiblen Informationen ein. Laut Microsoft werden Prompts, Antworten und Dateiinhalte in der aktuellen Copilot-App nicht zum Training der zugrunde liegenden Basismodelle verwendet.
- Stoßzeiten: Zahlende Nutzer können bei hoher Auslastung bevorzugten Zugriff erhalten, während für Gratisnutzer strengere Limits gelten können.
- Office-Anwendungen: Für Copilot in Word, Excel und Outlook brauchst du ein berechtigtes Microsoft-365-Abo. Microsoft 365 Basic enthält nicht dieselben KI-Funktionen. Bei geteilten Microsoft-365-Family- oder Premium-Abos sind bestimmte KI-Vorteile, darunter Copilot in den Desktop-Apps, auf den Abonnementinhaber beschränkt.
Häufige Fragen (FAQ)
Ist Microsoft Copilot dasselbe wie ChatGPT?
Nein. ChatGPT ist ein Produkt von OpenAI, während Copilot der KI-Assistent von Microsoft ist – mit eigenen Funktionen und Integrationen in Windows, Edge und Microsoft 365.
Technisch gibt es allerdings Überschneidungen. Laut Microsoft nutzt der Modus „Tiefer denken“ Reasoning-Modelle von OpenAI, während der Smart-Modus auf GPT-5 setzt (Stand: September 2026).
Darf ich mit Copilot geschriebene Inhalte auf meinem Blog veröffentlichen?
Ja, aber veröffentliche den ersten Entwurf nicht ungeprüft. Überprüfe wichtige Fakten, feile an den Formulierungen und ergänze eigene Beispiele oder Erfahrungen, damit der Artikel am Ende echten Mehrwert bietet.
Vor der Veröffentlichung kannst du außerdem einen Wortzähler verwenden, um Länge, Zeichenanzahl und Lesedauer deines Textes zu prüfen.
Fazit
Microsoft Copilot für Anfänger bietet bereits in der kostenlosen Version genug Funktionen, um die Grundlagen zu lernen und alltägliche Aufgaben rund um Schreiben, Recherche und Bilderstellung zu erledigen.
Starte am besten mit einer konkreten Aufgabe, etwa einer E-Mail, einer Gliederung oder einem Social-Media-Beitrag. Nutze die Vier-Bausteine-Formel – Aufgabe + Kontext + Format + Tonfall – und verbessere das Ergebnis anschließend mit gezielten Folgeanweisungen.
Ein kostenpflichtiges Microsoft-365-Abo lohnt sich vor allem dann, wenn du höhere Nutzungslimits brauchst oder Copilot direkt in Anwendungen wie Word, Excel und Outlook einsetzen möchtest.
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